Der Durchgangsprüfer gehört zu den unverzichtbaren Werkzeugen in der Elektroinstallation und im Handwerk. Ob beim Hausbau, bei Reparaturarbeiten oder in der professionellen Elektrotechnik – dieses kompakte Messgerät erleichtert die Fehlersuche erheblich und spart wertvolle Zeit. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über Durchgangsprüfer: von der grundlegenden Funktionsweise über praktische Anwendungsbeispiele bis hin zu konkreten Kaufempfehlungen für verschiedene Einsatzbereiche.
Ein Durchgangsprüfer ist ein elektrisches Messgerät, das prüft, ob zwischen zwei Punkten eines Stromkreises eine leitende Verbindung besteht. Anders als komplexe Multimeter konzentriert sich dieses Spezialwerkzeug auf eine einzige, aber essenzielle Aufgabe: die schnelle Überprüfung der elektrischen Durchgängigkeit. Gerade für Handwerker, Elektriker und ambitionierte Heimwerker ist der Durchgangsprüfer ein unverzichtbarer Begleiter, der im Werkzeugkoffer nicht fehlen sollte.
Was ist ein Durchgangsprüfer und wie funktioniert er?
Ein Durchgangsprüfer, auch Durchgangstester oder Kontinuitätsprüfer genannt, ist ein kompaktes elektronisches Messgerät zur Prüfung elektrischer Leitfähigkeit. Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Das Gerät sendet einen kleinen Prüfstrom durch den zu testenden Stromkreis oder das Bauteil. Ist der Stromkreis geschlossen und elektrisch leitfähig, signalisiert der Durchgangsprüfer dies durch ein akustisches Signal (Piepton) oder eine optische Anzeige (LED-Leuchte). Bei Unterbrechung des Stromkreises bleibt das Signal aus.
Technischer Aufbau und Funktionsprinzip
Der technische Aufbau eines Durchgangsprüfers ist überschaubar, was ihn zu einem robusten und zuverlässigen Werkzeug macht. Die wichtigsten Komponenten sind:
- Eine Stromquelle (meist Batterien oder Akkus)
- Ein Schalter zur Aktivierung des Prüfvorgangs
- Zwei Prüfspitzen oder Messkontakte
- Ein Signalgeber (Piezo-Summer und/oder LED)
- Ein Widerstand zur Strombegrenzung
- Eine elektronische Schaltung zur Signalauswertung
Das Funktionsprinzip basiert auf dem Ohmschen Gesetz: Der Durchgangsprüfer legt eine kleine Spannung zwischen seinen beiden Prüfspitzen an. Beim Berühren eines elektrisch leitfähigen Materials fließt ein Strom, der von der internen Elektronik detektiert wird. Überschreitet dieser Strom einen bestimmten Schwellenwert, wird das Signal aktiviert. Die meisten Geräte reagieren bei Widerständen unter 30 bis 100 Ohm mit einem akustischen oder optischen Signal.
Unterschiede zwischen verschiedenen Durchgangsprüfer-Typen
Auf dem Markt existieren verschiedene Bauformen von Durchgangsprüfern, die sich in Funktionsumfang und Einsatzgebiet unterscheiden:
Einfache Durchgangsprüfer: Diese Basismodelle verfügen über zwei Prüfspitzen und einen einfachen Signalgeber. Sie eignen sich perfekt für schnelle Kontinuitätsprüfungen und sind besonders preisgünstig. Ideal für Heimwerker und gelegentliche Anwendungen.
Durchgangsprüfer mit Display: Hochwertigere Modelle zeigen zusätzlich den gemessenen Widerstandswert auf einem Display an. Dies ermöglicht eine genauere Beurteilung der Leitfähigkeit und hilft bei der Fehleranalyse komplexerer elektrischer Systeme.
Spannungsprüfer mit Durchgangsfunktion: Kombinationsgeräte vereinen Spannungsprüfung und Durchgangsmessung in einem Werkzeug. Sie sind besonders praktisch, da sie mehrere Funktionen abdecken und Platz im Werkzeugkoffer sparen.
Professionelle Modelle: Für den gewerblichen Einsatz gibt es Durchgangsprüfer mit erweiterten Funktionen wie berührungsloser Spannungsdetektion, Beleuchtung der Prüfspitzen, verschiedenen Messbereichen und robusten Gehäusen nach Schutzklasse IP54 oder höher.

Warum ist ein Durchgangsprüfer im Handwerk unverzichtbar?
Die Bedeutung eines Durchgangsprüfers im handwerklichen Alltag lässt sich kaum überschätzen. Elektrische Fehlersuche ohne dieses Werkzeug gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Der Durchgangsprüfer bietet zahlreiche Vorteile, die ihn zum unverzichtbaren Helfer machen.
Zeitersparnis bei der Fehlersuche
Ein defektes Kabel, eine unterbrochene Leitung oder ein lockerer Kontakt können erhebliche Probleme verursachen. Mit einem Durchgangsprüfer lassen sich solche Fehler innerhalb von Sekunden lokalisieren, während die manuelle Überprüfung jeder einzelnen Verbindung Stunden dauern kann. Gerade bei komplexen Verkabelungen im Hausbau oder bei Renovierungsarbeiten spart dies enorm viel Zeit und damit auch Kosten.
Sicherheit bei Elektroarbeiten
Vor Beginn von Arbeiten an elektrischen Anlagen muss zwingend die Spannungsfreiheit geprüft werden. Ein Durchgangsprüfer hilft dabei festzustellen, ob ein Stromkreis tatsächlich unterbrochen ist und keine gefährliche Restspannung anliegt. Dies trägt wesentlich zur Arbeitssicherheit bei und schützt vor elektrischen Schlägen. Allerdings sollte für die Spannungsprüfung immer ein dedizierter Spannungsprüfer verwendet werden, da einfache Durchgangsprüfer nicht für die direkte Spannungsmessung ausgelegt sind.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Der Einsatzbereich eines Durchgangsprüfers geht weit über die reine Elektroinstallation hinaus. Er findet Anwendung in verschiedensten Bereichen des Handwerks und der Heimwerkerarbeit, von der KFZ-Elektrik über Haushaltsgeräte bis zur Gebäudetechnik. Diese Vielseitigkeit macht ihn zu einem universellen Werkzeug, das in keiner gut ausgestatteten Werkstatt fehlen sollte.
Kostengünstiges Diagnosewerkzeug
Im Vergleich zu professionellen Multimetern oder anderen Messgeräten sind Durchgangsprüfer ausgesprochen preisgünstig. Bereits für 10 bis 30 Euro erhält man solide Einsteigermodelle, die für die meisten Heimwerkeranwendungen vollkommen ausreichend sind. Diese niedrige Investitionsschwelle macht das Werkzeug auch für Gelegenheitsnutzer attraktiv.
Praktische Anwendungsbereiche des Durchgangsprüfers
Die praktischen Einsatzmöglichkeiten eines Durchgangsprüfers sind äußerst vielfältig. Im Folgenden werden die wichtigsten Anwendungsbereiche detailliert vorgestellt, damit Sie das volle Potenzial dieses nützlichen Werkzeugs ausschöpfen können.
Elektroinstallation und Hauselektrik
Der klassische Einsatzbereich ist die Elektroinstallation. Bei Neubauten oder Renovierungen müssen zahlreiche Kabel verlegt und verbunden werden. Mit einem Durchgangsprüfer lässt sich nach der Installation schnell überprüfen, ob alle Verbindungen korrekt hergestellt wurden. Typische Anwendungen sind:
- Überprüfung von Leitungsverbindungen in Verteilerkästen
- Test von Schalter- und Steckdosenverkabelungen
- Kontrolle von Lampenfassungen und Beleuchtungsschaltungen
- Identifikation einzelner Adern in Mehrfachleitungen
- Lokalisierung von Kabelbrüchen in Wänden oder Decken
Besonders praktisch ist der Durchgangsprüfer beim sogenannten Adernachweis: Bei unübersichtlichen Kabelsträngen lässt sich durch Kurzschließen und Messen am anderen Ende eindeutig identifizieren, welche Ader zu welchem Anschluss gehört. Dies erspart aufwendiges Raten und verhindert Fehlverdrahtungen.
Reparatur von Haushaltsgeräten und Elektronik
Wenn Haushaltsgeräte ihren Dienst versagen, liegt die Ursache häufig in defekten Kabeln, durchgebrannten Sicherungen oder losen Kontakten. Mit einem Durchgangsprüfer können Sie folgende Komponenten schnell überprüfen:
- Netzkabel und Gerätezuleitungen
- Interne Verkabelung von Waschmaschinen, Trocknern oder Geschirrspülern
- Heizelemente in Bügeleisen, Wasserkochern oder Kaffeemaschinen
- Motoren und deren Wicklungen
- Schalter und Thermostate
- Sicherungen und Schmelzsicherungen
Ein typisches Beispiel: Ihr Wasserkocher funktioniert nicht mehr. Mit dem Durchgangsprüfer prüfen Sie zunächst das Netzkabel, dann das Heizelement und schließlich den Ein-Aus-Schalter. Innerhalb weniger Minuten haben Sie den Defekt lokalisiert und können entscheiden, ob eine Reparatur sinnvoll ist oder ein Neukauf erforderlich wird.
KFZ-Elektrik und Fahrzeugtechnik
Die Fahrzeugelektrik mit ihren unzähligen Kabeln, Steckverbindungen und Verbrauchern ist ein klassisches Einsatzgebiet für Durchgangsprüfer. Häufige Anwendungen umfassen:
- Überprüfung von Masseanschlüssen und Erdungsverbindungen
- Test von Sicherungen und Sicherungshaltern
- Kontrolle der Beleuchtungsanlage (Scheinwerfer, Rücklichter, Blinker)
- Diagnose von Startschwierigkeiten durch Prüfung der Batteriekabel
- Überprüfung von Zündkabeln bei älteren Fahrzeugen
- Fehlersuche bei Zusatzausstattung wie Anhängerkupplungen
Gerade bei älteren Fahrzeugen, die anfällig für Korrosion und Wackelkontakte sind, erweist sich ein Durchgangsprüfer als unverzichtbares Diagnosewerkzeug. Die Fehlersuche ohne entsprechendes Messgerät würde hier oft Stunden dauern.

Prüfung von Verlängerungskabeln und Werkzeugen
Verlängerungskabel und elektrische Werkzeuge sind im Handwerksalltag erheblichen Belastungen ausgesetzt. Kabel werden geknickt, überfahren oder eingeklemmt, was zu Beschädigungen führen kann. Ein Durchgangsprüfer hilft bei der regelmäßigen Sicherheitsprüfung:
- Überprüfung der Leiter in Verlängerungskabeln auf Brüche
- Test der Schutzkontakte auf ordnungsgemäße Verbindung
- Kontrolle von Geräteanschlussleitungen bei Bohrmaschinen, Sägen etc.
- Prüfung von Mehrfachsteckdosen und Verteilern
- Überprüfung von Kabeltrommeln auf durchgeschmorte Stellen
Diese regelmäßige Überprüfung trägt wesentlich zur Arbeitssicherheit bei und verhindert gefährliche Situationen durch defekte Elektrowerkzeuge oder Kabel. Professionelle Handwerksbetriebe führen solche Prüfungen routinemäßig durch, um den gesetzlichen Anforderungen zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel zu entsprechen.
Netzwerk- und Kommunikationstechnik
Auch in der IT- und Netzwerktechnik leistet der Durchgangsprüfer wertvolle Dienste. Obwohl es spezialisierte Netzwerktester gibt, kann ein einfacher Durchgangsprüfer bei grundlegenden Aufgaben helfen:
- Überprüfung der Durchgängigkeit einzelner Adern in Netzwerkkabeln
- Test von Patchkabeln auf Beschädigungen
- Kontrolle von Telefonleitungen und TAE-Dosen
- Identifikation von Kabelenden bei umfangreichen Verkabelungen
Während professionelle Netzwerktester zusätzliche Funktionen wie Verkabelungsschemata und Fehlerortung bieten, reicht für die Basisprüfung oft ein einfacher Durchgangsprüfer aus.
Modellbau und Hobby-Elektronik
Auch Modellbauer und Elektronik-Bastler schätzen den Durchgangsprüfer als schnelles Diagnosewerkzeug für ihre Projekte. Typische Anwendungen sind:
- Überprüfung von Lötstellen auf Platinen
- Test von Leiterbahnen auf Unterbrechungen
- Kontrolle von Kabelverbindungen in RC-Modellen
- Prüfung von Schaltern und Steckverbindungen
- Fehlersuche in selbstgebauten elektronischen Schaltungen
Durchgangsprüfer richtig anwenden: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die Bedienung eines Durchgangsprüfers ist grundsätzlich einfach, dennoch gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um korrekte Messergebnisse zu erhalten und Gefahren zu vermeiden.
Sicherheitshinweise vor der Messung
Bevor Sie mit Messungen beginnen, müssen unbedingt folgende Sicherheitsregeln beachtet werden:
Spannungsfreiheit sicherstellen: Durchgangsprüfer dürfen nur an spannungsfreien Anlagen verwendet werden. Schalten Sie vor der Messung grundsätzlich die Stromversorgung ab und sichern Sie sie gegen Wiedereinschalten. Überprüfen Sie die Spannungsfreiheit mit einem geeigneten Spannungsprüfer.
Gerät vor Gebrauch prüfen: Kontrollieren Sie vor jeder Verwendung den Zustand des Durchgangsprüfers. Prüfspitzen und Kabel dürfen keine Beschädigungen aufweisen. Testen Sie die Funktion durch Zusammenführen der beiden Prüfspitzen – das Signal sollte sofort ertönen oder aufleuchten.
Kapazitäten entladen: Kondensatoren und andere energiespeichernde Bauteile können auch nach Abschalten der Spannung gefährliche Ladungen enthalten. Entladen Sie diese vor der Messung durch entsprechende Maßnahmen.
Grundlegende Messdurchführung
Die praktische Durchführung einer Durchgangsmessung erfolgt in folgenden Schritten:
- Stromversorgung der zu prüfenden Anlage abschalten und Spannungsfreiheit sicherstellen
- Durchgangsprüfer einschalten und Funktionstest durchführen
- Eine Prüfspitze an einen Endpunkt der zu testenden Leitung halten
- Die zweite Prüfspitze an den anderen Endpunkt halten
- Auf akustisches oder optisches Signal achten – Signal bedeutet Durchgang vorhanden
- Bei komplexen Messungen Ergebnisse dokumentieren
Ein praktisches Beispiel verdeutlicht das Vorgehen: Sie möchten prüfen, ob eine Steckdose korrekt verdrahtet ist. Schalten Sie zunächst die entsprechende Sicherung aus. Stecken Sie eine Prüfspitze in einen Kontakt der Steckdose und berühren Sie mit der zweiten Prüfspitze die entsprechende Klemme im Sicherungskasten. Bei korrekter Verdrahtung sollte der Durchgangsprüfer Signal geben.
Kaufberatung: Den richtigen Durchgangsprüfer finden
Die Auswahl des passenden Durchgangsprüfers hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Kaufberatung, die Ihnen hilft, das optimale Gerät für Ihre Anforderungen zu finden.
Wichtige Kaufkriterien im Überblick
Einsatzzweck und Nutzungshäufigkeit: Für gelegentliche Heimwerkerarbeiten reicht ein einfaches Einsteigermodell für 10 bis 20 Euro vollkommen aus. Professionelle Handwerker sollten hingegen in hochwertigere Geräte mit robustem Gehäuse und erweiterten Funktionen investieren.
Signalart: Die meisten Durchgangsprüfer verfügen über ein akustisches Signal, was den großen Vorteil bietet, dass Sie während der Messung nicht auf das Gerät schauen müssen. Zusätzliche optische Signale durch LEDs sind besonders in lauten Arbeitsumgebungen hilfreich. Einige Modelle bieten einstellbare Lautstärken oder verschiedene Signaltöne je nach Widerstandswert.
Bauform und Handhabung: Durchgangsprüfer gibt es in verschiedenen Bauformen. Stiftförmige Modelle ähneln einem Spannungsprüfer und liegen gut in der Hand. Zangenförmige Ausführungen erleichtern Einhandmessungen. Achten Sie auf ergonomische Formen und rutschfeste Griffbereiche, besonders wenn Sie längere Zeit damit arbeiten.
Prüfspitzen-Qualität: Hochwertige Prüfspitzen sind spitz genug, um in enge Kontakte zu gelangen, aber gleichzeitig robust und sicher isoliert. Austauschbare Spitzen sind von Vorteil, da diese Verschleißteile bei intensiver Nutzung regelmäßig erneuert werden müssen. Prüfschnüre sollten flexibel und ausreichend lang sein (mindestens 1 Meter).
Display und Zusatzfunktionen: Modelle mit LCD-Display zeigen den gemessenen Widerstandswert numerisch an, was bei der Fehleranalyse hilfreicher ist als ein reines Ja/Nein-Signal. Nützliche Zusatzfunktionen sind: Beleuchtung der Prüfspitzen, integrierte Taschenlampe, automatische Abschaltung zum Batteriesparen, Hold-Funktion zum Festhalten von Messwerten.
Sicherheitsmerkmale: Achten Sie auf relevante Sicherheitszertifizierungen und Schutzklassen. Für professionelle Anwendungen sollte das Gerät mindestens die Kategorie CAT III entsprechen. Gute Durchgangsprüfer verfügen über Überlastschutz und Verpolungsschutz.
Stromversorgung: Die meisten Geräte werden mit handelsüblichen Batterien (AAA oder 9V-Block) betrieben. Achten Sie auf einen niedrigen Stromverbrauch und eine Batteriestandsanzeige. Einige hochwertige Modelle bieten Akkubetrieb oder USB-Aufladung.
Preisklassen und Empfehlungen
Einsteigerklasse (10-25 Euro): Einfache Durchgangsprüfer ohne Display, mit akustischem Signal und LED-Anzeige. Ideal für Heimwerker und gelegentliche Anwendungen. Diese Geräte erfüllen die Grundfunktion zuverlässig, bieten aber wenig Zusatzfunktionen. Bekannte Marken in dieser Preisklasse sind Brennenstuhl, as-Schwabe oder No-Name-Produkte aus dem Baumarkt.
Mittelklasse (25-60 Euro): Durchgangsprüfer mit Display, das den Widerstandswert anzeigt. Oft als Kombination mit Spannungsprüfung oder als Teil eines Multimeters. Robustere Bauweise, bessere Prüfspitzen und erweiterte Funktionen wie Beleuchtung oder verschiedene Messbereiche. Empfehlenswerte Marken sind Fluke, Benning, Beha-Amprobe oder Chauvin Arnoux.
Profi-Klasse (60-150 Euro): Hochwertige Geräte für den professionellen Dauereinsatz mit erweiterten Diagnose-Funktionen, robustem Gehäuse nach IP54 oder höher, präziser Widerstandsmessung und umfangreichen Sicherheitsmerkmalen. Diese Geräte sind oft Teil umfangreicherer Messgeräte-Sets und erfüllen höchste Anforderungen an Genauigkeit und Langlebigkeit. Führende Hersteller in diesem Segment sind Fluke, Gossen Metrawatt, Megger und Testo.

Empfohlene Marken und Modelle
Basierend auf Erfahrungswerten aus der Praxis haben sich folgende Geräte besonders bewährt:
Für Heimwerker: Der Brennenstuhl Durchgangsprüfer bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für etwa 15 Euro erhalten Sie ein solides Gerät mit akustischem Signal und LED-Anzeige, das für gelegentliche Hausarbeiten vollkommen ausreicht. Alternativ bieten auch Discounter-Marken wie Powerfix von Lidl oder Workzone von Aldi regelmäßig günstige Durchgangsprüfer an, die für den Heimgebrauch geeignet sind.
Für ambitionierte Heimwerker: In der Mittelklasse empfehlen sich Geräte wie der Fluke T90 oder der Benning Duspol. Diese Kombinations-Spannungsprüfer mit Durchgangsfunktion vereinen mehrere Funktionen in einem Gerät und liegen preislich zwischen 40 und 80 Euro. Sie bieten zuverlässige Messergebnisse und eine robuste Verarbeitung.
Für Profis: Der Fluke T150 gilt als Standard in vielen Elektrikerbetrieben. Mit rund 100 Euro ist er nicht günstig, bietet aber höchste Zuverlässigkeit, exzellente Verarbeitung und alle erforderlichen Sicherheitsmerkmale für den professionellen Einsatz. Auch der Gossen Metrawatt Profi Check oder der Beha-Amprobe VP440 sind bewährte Geräte für den gewerblichen Dauereinsatz.
Wo kaufen: Online vs. Fachhandel
Durchgangsprüfer sind sowohl im Online-Handel als auch im stationären Fachhandel erhältlich. Beide Vertriebswege haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile.
Online-Handel: Plattformen wie Amazon, eBay oder spezialisierte Elektro-Shops bieten die größte Auswahl und oft die günstigsten Preise. Kundenbewertungen helfen bei der Kaufentscheidung, und die Lieferung erfolgt bequem nach Hause. Allerdings können Sie das Gerät nicht vor dem Kauf in die Hand nehmen. Achten Sie auf seriöse Verkäufer und ausreichende Produktbeschreibungen.
Baumärkte: OBI, Hornbach, Bauhaus und andere große Baumärkte führen Durchgangsprüfer in verschiedenen Preisklassen. Der Vorteil liegt in der persönlichen Beratung und der Möglichkeit, verschiedene Modelle direkt zu vergleichen. Die Preise sind oft etwas höher als im Online-Handel, dafür haben Sie das Gerät sofort verfügbar und können es bei Problemen unkompliziert umtauschen.
Elektro-Fachhandel: Spezialisierte Elektrohändler bieten die kompetenteste Beratung und führen oft professionelle Geräte, die im Baumarkt nicht erhältlich sind. Für Gewerbetreibende ist der Fachhandel die erste Anlaufstelle, da hier auch Wartung, Kalibrierung und Reparatur angeboten werden. Die Preise liegen im mittleren bis oberen Segment, spiegeln aber auch die Qualität der Beratung wider.
Pflege, Wartung und häufige Fehlerquellen
Damit Ihr Durchgangsprüfer lange zuverlässig funktioniert, sind einige Pflege- und Wartungsmaßnahmen erforderlich. Auch das Wissen um häufige Fehlerquellen hilft, Fehlmessungen zu vermeiden.
Richtige Pflege und Aufbewahrung
Reinigung: Reinigen Sie die Prüfspitzen regelmäßig von Schmutz und Oxidation. Verschmutzte Kontakte können zu Fehlmessungen führen. Verwenden Sie dafür ein weiches Tuch und bei Bedarf etwas Kontaktspray. Das Gehäuse können Sie mit einem feuchten Lappen abwischen.
Aufbewahrung: Bewahren Sie den Durchgangsprüfer in einer Werkzeugtasche oder einem Etui auf, um mechanische Beschädigungen zu vermeiden. Schützen Sie das Gerät vor extremen Temperaturen und Feuchtigkeit. Entfernen Sie bei längerer Nichtbenutzung die Batterien, um Schäden durch auslaufende Batterien zu verhindern.
Kabel und Prüfspitzen: Überprüfen Sie regelmäßig Prüfschnüre und Spitzen auf Beschädigungen. Risse in der Isolierung oder verbogene Spitzen müssen sofort ausgetauscht werden. Wickeln Sie Kabel nicht zu eng auf, um Kabelbrüche zu vermeiden.
Häufige Fehlerquellen und Problemlösungen
Kein Signal trotz Durchgang: Mögliche Ursachen sind leere Batterien, defekte Prüfspitzen oder ein zu hoher Übergangswiderstand. Prüfen Sie zunächst die Batterien und testen Sie das Gerät durch Zusammenführen der Prüfspitzen. Reinigen Sie die Kontaktpunkte am Messobjekt.
Dauersignal ohne Kontakt: Dies deutet auf einen Kurzschluss im Gerät oder in den Prüfschnüren hin. Überprüfen Sie die Kabel auf Beschädigungen und tauschen Sie defekte Komponenten aus.
Schwaches oder intermittierendes Signal: Oft liegt dies an Wackelkontakten in den Prüfschnüren oder an der Verbindung zum Gerät. Überprüfen Sie alle Steckverbindungen und tauschen Sie im Zweifel die Prüfschnüre aus.
Ungenaue Messergebnisse: Oxide, Schmutz oder Feuchtigkeit an den Kontaktstellen können die Messung verfälschen. Reinigen Sie sowohl die Prüfspitzen als auch die Messpunkte gründlich. Bei Geräten mit Display kann eine Kalibrierung erforderlich sein.
Wann ist ein Austausch erforderlich?
Ein Durchgangsprüfer sollte ausgetauscht werden, wenn wiederholte Funktionsprüfungen fehlschlagen, das Gehäuse beschädigt ist oder die Isolierung der Prüfschnüre Risse aufweist. Auch wenn das Gerät Falschmessungen liefert, die durch Reinigung oder neue Batterien nicht behoben werden können, ist ein Neukauf ratsam. Sicherheit geht vor – ein defektes Messgerät kann zu gefährlichen Fehleinschätzungen führen.
Fazit: Der Durchgangsprüfer als unverzichtbarer Helfer
Der Durchgangsprüfer ist ein unverzichtbares Werkzeug für jeden, der mit Elektrik arbeitet – vom Heimwerker bis zum professionellen Elektriker. Seine einfache Handhabung, die schnelle Fehlerdiagnose und der günstige Anschaffungspreis machen ihn zu einem wertvollen Begleiter bei Elektroinstallationen, Reparaturen und Wartungsarbeiten. Bei der Auswahl des passenden Geräts sollten Sie Ihre individuellen Anforderungen berücksichtigen: Heimwerker fahren mit einfachen Modellen gut, während Profis in hochwertigere Geräte mit erweiterten Funktionen und Sicherheitsmerkmalen investieren sollten. Achten Sie auf Qualitätsmerkmale wie robuste Prüfspitzen, klare Signale und ausreichende Sicherheitszertifizierungen. Mit der richtigen Pflege und sachgemäßer Anwendung wird Ihr Durchgangsprüfer Sie viele Jahre lang zuverlässig bei der Fehlersuche unterstützen und damit Zeit, Nerven und letztlich auch Geld sparen. Investieren Sie in ein Qualitätsgerät eines renommierten Herstellers, und Sie werden die Anschaffung nicht bereuen. Die Sicherheit bei Elektroarbeiten und die Zeitersparnis bei der Fehlersuche rechtfertigen diese Investition allemal.