Energieeffizienz

Wärmepumpe Test & Vergleich 2026: Testsieger, Modelle und Preise

Wärmepumpe Vergleich – moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe an einem Einfamilienhaus
Wärmepumpe Test und Vergleich 2026: Welche Modelle bei der Stiftung Warentest vorn liegen, was sie kosten und worauf Sie bei Effizienz, Lautstärke und Größe achten sollten.
In diesem Ratgeber

Welche Wärmepumpe ist die beste? Die Stiftung Warentest hat Ende Oktober 2026 ihren neuen Wärmepumpen-Test veröffentlicht, inzwischen den vierten seit 2023. Dieser Wärmepumpen-Vergleich zeigt Ihnen alle zehn aktuell bewerteten Modelle mit Listenpreis und, soweit öffentlich bekannt, mit Urteil. Dazu kommen die Testsieger der vergangenen Jahre und die technischen Daten der wichtigsten Baureihen. Außerdem lesen Sie, was eine Anlage mit Einbau wirklich kostet und woran Sie ein gutes Angebot erkennen.

Kurzantwort

Im Wärmepumpen-Test 2026 der Stiftung Warentest (Heft 11/2026) schneiden acht von zehn Luft-Wasser-Wärmepumpen mit „gut“ ab. Testsieger ist nach Angaben des Herstellers die Lambda Eureka EU10L mit der Note 1,8. Dahinter folgen nach den öffentlich gewordenen Urteilen die Bosch Compress 8800i AW und die Viessmann Vitocal 250-A (je 2,0). Preistipp ist die kleine Daikin Altherma 4 H mit 7 kW (2,1). Die Geräte kosten laut Listenpreis zwischen knapp 12.000 und gut 20.000 Euro, ohne Einbau.

So ist dieser Vergleich entstanden: Handwerksratgeber.de testet selbst keine Geräte. Wir fassen die Tests der Stiftung Warentest, die Messungen des Fraunhofer ISE und die Angebotsauswertung der Verbraucherzentrale zusammen und ergänzen sie um Daten der Hersteller. Die Quellen sind im Text und am Ende des Artikels verlinkt. Stand: November 2026.

Inhaltsverzeichnis
  1. Wärmepumpen-Test 2026: Alle zehn Modelle im Überblick
  2. Die Testsieger seit 2023
  3. Technische Daten der wichtigsten Modelle
  4. Die beste Wärmepumpe je nach Bedarf
  5. Worauf es beim Vergleich ankommt
  6. Hersteller im Vergleich
  7. Luft, Erde oder Grundwasser: die Bauarten
  8. Was eine Wärmepumpe mit Einbau kostet
  9. Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Haus?
  10. Angebote richtig vergleichen
  11. Häufige Fragen
  12. Fazit
  13. Quellen

Wärmepumpen-Test 2026: Alle zehn Modelle im Überblick

Die Stiftung Warentest hat für Heft 11/2026 fünf neue Luft-Wasser-Wärmepumpen geprüft und sie mit den fünf Geräten aus dem Vorjahr in eine gemeinsame Tabelle gestellt. Alle zehn sind sogenannte Monoblock-Geräte, bei denen der Kältekreis komplett im Außengerät sitzt, und arbeiten mit dem Kältemittel Propan (R290). Das Ergebnis laut Stiftung Warentest: Jedes der Geräte kann ein Einfamilienhaus beheizen, acht von zehn sind „gut“.

Die Einzelnoten veröffentlicht die Stiftung Warentest nur gegen Bezahlung. Die folgende Tabelle zeigt deshalb Modell, Heizleistung und Listenpreis aus dem frei zugänglichen Teil des Tests und daneben die Urteile, die Hersteller, ein Fachbetrieb und co2online öffentlich gemacht haben.

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Wärmepumpen im Test 2026: Modelle, Listenpreise und Urteile der Stiftung Warentest
Modell Urteil Listenpreis ohne Einbau Heizleistung Geprüft für Heft
Lambda Eureka EU10L gut (1,8), Testsieger1 19.538 € 10 kW 11/2026
Bosch Compress CS8800iAW 11 gut (2,0)2 18.740 € 11 kW 11/2026
Viessmann Vitocal 250-A (251.A10) gut (2,0)3 20.354 € 10 kW 10/2025
Daikin Altherma 4 H 7 kW gut (2,1), Preistipp4 11.969 € 7 kW 11/2026
Alpha Innotec Hybrox 11 gut (2,2)5 18.558 € 11 kW 10/2025
Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus gut (2,2)5 19.038 € 12 kW 10/2025
Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 gut (2,3)5 19.729 € 11 kW 10/2025
Mitsubishi Electric PUZ-WZ100YAA befriedigend6 14.500 € 10 kW 10/2025
Brötje BLW Mono-W 9.1 nicht frei veröffentlicht 16.974 € 9 kW 11/2026
Samsung WPLW-Hydro Mono HT R290-8 nicht frei veröffentlicht 12.800 € 8 kW 11/2026

Modelle, Heizleistung laut Energielabel und Brutto-Listenpreise: Stiftung Warentest, Tabelle zum Test 11/2026 (Preise Stand August 2026, bei den 2025 geprüften Geräten Juli 2025). Urteile: 1 Mitteilung von Lambda vom 29.10.2026, von der Stiftung Warentest im frei lesbaren Teil nicht genannt. 2 Angabe eines Bosch-Fachbetriebs vom 29.10.2026. 3 Mitteilung von Viessmann vom 25.09.2025. 4 Mitteilung von Daikin vom 29.10.2026. 5 co2online zum Test 10/2025. 6 co2online nennt 2,9, andere Portale 2,8. Von den Geräten von Brötje und Samsung dürfte nach den veröffentlichten Gesamtzahlen (acht „gut“, zwei „befriedigend“) eines „gut“ und eines „befriedigend“ sein. Die Links stehen im Abschnitt Quellen.

Die wichtigsten Aussagen der Stiftung Warentest zum aktuellen Test:

  • Die Unterschiede liegen beim Stromverbrauch. Zwischen Testsieger und Tabellenletztem liegen laut Stiftung Warentest mehrere Hundert Euro Stromkosten pro Jahr.
  • Effizienz zählt am meisten. Energieeffizienz und Umwelteigenschaften gehen mit 70 Prozent in das Urteil ein, die Handhabung mit 25 Prozent, der Schutz persönlicher Daten mit 5 Prozent.
  • Bei der Lautstärke gibt es Abstufungen. Die Außengeräte schnitten im Labor von „gut“ bis „ausreichend“ ab.
  • Die Größe muss passen. Im mäßig gedämmten Altbau mit Heizkörpern beheizt eine leistungsstarke Pumpe laut Test bis zu 138 Quadratmeter, eine kleinere 96. In einem besser gedämmten Haus sind es 207 und 145 Quadratmeter.
  • Im Vergleich zur Gasheizung spart die Wärmepumpe im Betrieb. Die effizienteste Pumpe im Test kostet im Musterhaus etwa 1.100 Euro Betriebskosten pro Jahr, eine Gasheizung rund 2.300 Euro.
Gemessene Arbeitszahlen: Mit Heizkörpern (55 °C Vorlauf) im mittleren Klima erreichte der Testsieger nach Angaben eines Bosch-Fachbetriebs eine Arbeitszahl von 3,91, die Bosch Compress 8800i AW 3,55. Daikin gibt für die Altherma 4 H im Betrieb mit Heizkörpern 3,64 an und spricht vom zweitbesten Wert aller zehn Geräte. Aus einer Kilowattstunde Strom werden also rund 3,5 bis 3,9 Kilowattstunden Wärme. Beim Testsieger liegt der Wert damit unter der Herstellerangabe (SCOP 4,54 bei 55 °C). Solche Abweichungen sind laut Stiftung Warentest erwartbar: Sie prüft länger als die Norm und misst auch das Abtauen der Geräte mit, wie sie in den Leserkommentaren zum Test schreibt (03.11.2026).

Die Testsieger seit 2023

Luft-Wasser-Wärmepumpen prüft die Stiftung Warentest seit 2023. Bis heute gab es vier Durchgänge. Zweimal lag Viessmann vorn, 2026 erstmals der österreichische Hersteller Lambda.

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Testsieger der Stiftung Warentest bei Wärmepumpen von 2023 bis 2026
Heft Neu geprüft Bestes Gerät Urteil
11/2026 5 Geräte, 10 in der Tabelle Lambda Eureka EU10L gut (1,8)
10/2025 5 Geräte Viessmann Vitocal 250-A gut (2,0)
8/2024 5 Geräte Buderus Logatherm WLW 186i-10 AR E, notengleich Weishaupt Aeroblock WAB 11 gut (2,3)
10/2023 6 Geräte Viessmann Vitocal 250-A gut (2,1)

Wichtig für den Vergleich über die Jahre: Die Ergebnisse von 2024 lassen sich laut Stiftung Warentest nicht direkt mit denen von 2025 und 2026 vergleichen, weil das Prüfprogramm geändert wurde. Im Test 2024 erhielten neben Buderus und Weishaupt auch LG (Therma V, 2,4) und Panasonic (Aquarea L, 2,5) ein „gut“. 2023 folgten auf Viessmann die Wolf CHA-10 (2,3), die Stiebel Eltron WPL-A 07 (2,4) und die Vaillant aroTHERM plus (2,5). Die Noten für 2023 und 2024 stammen aus einem Bericht von inside digital.

Auffällig ist der Wandel beim Kältemittel. 2023 nutzten nur drei von sechs Geräten ein klimaschonendes Kältemittel. 2025 und 2026 arbeiten alle geprüften Wärmepumpen mit Propan.

Wärmepumpen im Vergleich: Technische Daten der wichtigsten Modelle

Testnoten gibt es nur für wenige Geräte. Die folgende Tabelle vergleicht deshalb zwölf verbreitete Luft-Wasser-Wärmepumpen anhand der Angaben ihrer Hersteller. Aufgeführt ist je Baureihe die Größe um 10 kW. Alle zwölf arbeiten mit dem Kältemittel Propan (R290).

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Wärmepumpen-Vergleich: Effizienz, Lautstärke und Vorlauftemperatur laut Hersteller
Modell SCOP bei 35 °C SCOP bei 55 °C Schallleistung Max. Vorlauf
Lambda Eureka EU10L 6,08 4,54 45 dB(A) 70 °C
Viessmann Vitocal 250-A, Größe 10 5,01 bis 5,22 3,87 bis 4,15 49 dB(A) 70 °C
Daikin Altherma 4 H, 10 kW 5,14 3,99 47 dB(A) 75 °C
Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 5,13 3,86 49,9 dB(A) 75 °C
iDM AERO ALM 4-12 5,12 keine Angabe 51 dB(A) 70 °C
NIBE S2125-12 5,00 3,80 49 dB(A) 75 °C
Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus 4,96 3,99 46 dB(A) 75 °C
Weishaupt Aeroblock WAB 14-B 4,86 keine Angabe 41 dB(A) 70 °C
Panasonic Aquarea L, 9 kW 4,84 3,67 54 dB(A) 75 °C
Bosch Compress 5800i AW 10 4,77 3,64 42 dB(A) 60 °C
Buderus Logatherm WLW186i-10 AR 4,77 3,64 42 dB(A) 75 °C
Wolf CHA-10 keine Angabe keine Angabe 53 dB(A) 70 °C

Herstellerangaben für durchschnittliches Klima, abgerufen am 06.11.2026: Lambda, Viessmann, Daikin, Vaillant, iDM, NIBE, Stiebel Eltron, Weishaupt, Panasonic, Bosch, Buderus, Wolf. Viessmann: Spanne aus der Ausführung mit 230 Volt und mit 400 Volt. Bosch: 60 °C laut Broschüre zur Compress 5800i/6800i AW. Die Produktseite nennt für die Außeneinheit 75 °C, diesen Wert erreicht laut Broschüre die Schwesterbaureihe Compress 6800i AW. Wolf nennt für die CHA-10 keinen SCOP, sondern die Energieeffizienz ηs, eine Kennzahl für die Effizienz über die ganze Heizsaison (191 % bei 35 °C, 141 % bei 55 °C). iDM und Weishaupt geben für 55 °C keinen SCOP an. Bei Bosch, Daikin und Weishaupt weicht die aufgeführte Baureihe oder Größe vom Testgerät der Stiftung Warentest ab. Das 2024 geprüfte Weishaupt-Modell WAB 11 ist kleiner (SCOP 4,70 bei 35 °C, 49 dB(A)).

So lesen Sie die Tabelle:

  • SCOP: Je höher, desto sparsamer. Die Spalte 35 °C gilt für Fußbodenheizung, die Spalte 55 °C für Heizkörper. Ein SCOP von 4,0 statt 3,6 bedeutet rund 10 Prozent weniger Strom für dieselbe Wärme.
  • Schallleistung: Je niedriger, desto leiser das Außengerät. Die Hersteller messen teils an unterschiedlichen Betriebspunkten. Unterschiede von ein bis zwei Dezibel sagen deshalb wenig aus.
  • Max. Vorlauf: Die höchste Temperatur, mit der das Heizwasser die Wärmepumpe verlässt. Für Häuser mit älteren Heizkörpern ist ein hoher Wert eine Reserve für sehr kalte Tage.

Die Werte stammen aus dem Labor. Wie sparsam eine Anlage in Ihrem Haus läuft, hängt von Dämmung, Heizflächen und Einstellung ab. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Die beste Wärmepumpe je nach Haus und Bedarf

Welche Wärmepumpe ist die beste? Das hängt vom Haus ab. Die folgende Übersicht fasst die Testurteile und Herstellerdaten aus den beiden Tabellen oben nach typischen Situationen zusammen.

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Beste Wärmepumpe nach Bedarf: Auswertung der Testurteile und Herstellerdaten
Ihre Situation Passende Geräte Begründung
Beste Note im Test Lambda Eureka EU10L gut (1,8) im Test 11/2026, laut Hersteller Platz 1 von zehn Geräten
Kleines Haus unter 100 m² Daikin Altherma 4 H mit 7 kW gut (2,1) und Preistipp, Listenpreis 11.969 €
Altbau mit Heizkörpern Lambda Eureka EU10L, danach Viessmann Vitocal 250-A höchste Herstellerwerte bei 55 °C: SCOP 4,54 und bis 4,15. Daikin Altherma 4 H und Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus folgen mit je 3,99
Enges Grundstück, leises Gerät Weishaupt Aeroblock WAB 14-B, Bosch Compress 5800i AW, Buderus Logatherm WLW186i 41 und je 42 dB(A) laut Hersteller. Die Messpunkte der Hersteller unterscheiden sich
Niedriger Gerätepreis Daikin Altherma 4 H mit 7 kW, bei 10 kW die Mitsubishi Electric PUZ-WZ100YAA Listenpreise 11.969 € und 14.500 €. Die Mitsubishi ist im Test „befriedigend“

Eigene Auswertung der Daten aus diesem Artikel, Stand November 2026. Quellen wie unter den beiden Tabellen oben. Die Übersicht ersetzt keine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb.

Worauf es beim Wärmepumpen-Vergleich ankommt

Eine Testnote hilft bei der Vorauswahl. Ob eine Wärmepumpe in Ihrem Haus sparsam läuft, entscheiden aber fünf Punkte, die Sie in jedem Angebot prüfen können.

1. Effizienz: SCOP auf dem Papier, Jahresarbeitszahl im Haus

Der SCOP ist der Effizienzwert, den der Hersteller nach Norm im Labor ermittelt. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist der Wert, den die Anlage später in Ihrem Haus tatsächlich erreicht. Beide sagen, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom werden. Das Fraunhofer ISE hat vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in bestehenden Ein- bis Dreifamilienhäusern vermessen. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten dort im Schnitt eine JAZ von 3,4. Die schlechteste Anlage kam auf 2,6, die beste auf 4,9.

Diese Spanne zeigt, wie stark das Ergebnis vom Haus, von den Heizflächen, von der Planung und von der Einstellung abhängt. Was der Stromverbrauch im Alltag bedeutet, lesen Sie im Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch.

2. Die richtige Größe

Eine zu große Pumpe läuft nicht im optimalen Bereich und kostet unnötig viel, warnt die Stiftung Warentest in ihrer Pressemitteilung zum aktuellen Test. Auch das Fraunhofer ISE fand im Feldtest viele überdimensionierte Anlagen. Grundlage für die Auslegung ist eine Heizlastberechnung. Sie ermittelt, wie viel Wärmeleistung Ihr Haus am kältesten Tag braucht. Fehlt sie im Angebot, fragen Sie nach.

3. Lautstärke am Aufstellort

Der Schallleistungspegel in dB(A) steht auf dem Energielabel und im Datenblatt. Je niedriger der Wert, desto leiser das Außengerät. Entscheidend ist außerdem, wo das Gerät steht: Abstand zum Nachbargrundstück, Wände, die den Schall zurückwerfen, und ein Nachtbetrieb mit reduzierter Leistung machen im Alltag einen deutlichen Unterschied.

4. Vorlauftemperatur und Heizkörper

Je niedriger die Temperatur, mit der das Heizwasser in die Heizkörper fließt, desto sparsamer arbeitet die Wärmepumpe. Mit Fußbodenheizung unterschied sich die Effizienz der Geräte laut Stiftung Warentest je nach Temperatur um bis zu 70 Prozent. Alle geprüften Geräte mussten bei minus 10 Grad Außentemperatur 55 Grad Vorlauf erreichen. Im Test 2025 hielten alle fünf Geräte einen Altbau mit Heizkörpern warm.

5. Preis und Zubehör

Der Listenpreis des Geräts ist nur ein Teil der Rechnung. Speicher, Hydraulik, Regelung, Elektroarbeiten und Fundament kommen hinzu. Bei der Lambda Eureka gehörten zum geprüften Paket laut Stiftung Warentest zum Beispiel eine Hydraulikstation und ein Steuerungs-Set für zusammen gut 3.200 Euro. Vergleichen Sie deshalb immer Komplettangebote und nie nur den Gerätepreis.

Wärmepumpen-Hersteller im Vergleich

Welche Hersteller haben sich in den Tests der Stiftung Warentest bewährt? Die Übersicht zeigt je Marke das beste bisher erzielte Urteil. Sie ersetzt keine Beratung, zeigt aber, dass inzwischen viele Marken gute Geräte bauen.

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Wärmepumpen-Hersteller im Vergleich: bestes Urteil bei der Stiftung Warentest
Hersteller Geprüftes Modell Bestes Urteil Heft
Lambda Eureka EU10L gut (1,8) 11/2026
Viessmann Vitocal 250-A gut (2,0) 10/2025
Bosch Compress 8800i AW gut (2,0) 11/2026
Daikin Altherma 4 H gut (2,1) 11/2026
Alpha Innotec Hybrox 11 gut (2,2) 10/2025
Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus gut (2,2) 10/2025
Vaillant aroTHERM plus gut (2,3) 10/2025
Buderus Logatherm WLW 186i-10 AR E gut (2,3) 8/2024
Weishaupt Aeroblock WAB 11 gut (2,3) 8/2024
Wolf CHA-10 gut (2,3) 10/2023
LG Therma V gut (2,4) 8/2024
Panasonic Aquarea L gut (2,5) 8/2024

Urteile für 2025 und 2026 nach Angaben von Herstellern, eines Bosch-Fachbetriebs und von co2online, für 2023 und 2024 nach inside digital.

Zwei Hinweise zur Einordnung. Erstens: Urteile aus verschiedenen Jahren sind nur eingeschränkt vergleichbar, weil sich das Prüfprogramm geändert hat. Zweitens: Die Stiftung Warentest prüft jeweils ein Modell in einer Leistungsgröße. Ob die kleinere oder größere Schwester genauso abschneidet, ist damit nicht gesagt.

Handwerksratgeber.de-Tipp: Fragen Sie den Fachbetrieb, mit welchen Marken er regelmäßig arbeitet und wie schnell der Kundendienst des Herstellers in Ihrer Region vor Ort ist. Eine Wärmepumpe läuft viele Jahre. Ein Betrieb, der das Gerät gut kennt, ist in dieser Zeit mehr wert als eine Zehntelnote im Test.

Luft, Erde oder Grundwasser: die Bauarten im Vergleich

Die Tests der Stiftung Warentest betreffen Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sie sind die mit Abstand häufigste Bauart: 2025 entfielen laut Bundesverband Wärmepumpe 95 Prozent der verkauften Heizungs-Wärmepumpen auf sie. Wer ein passendes Grundstück hat, kann auch die Wärme aus dem Erdreich oder dem Grundwasser nutzen.

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Wärmepumpen-Arten im Vergleich: Wärmequelle, gemessene Effizienz und Aufwand
Bauart Wärmequelle Gemessene JAZ im Bestand Aufwand
Luft-Wasser Außenluft im Schnitt 3,4 (2,6 bis 4,9) Außengerät aufstellen, keine Bohrung
Sole-Wasser (Erdwärme) Erdreich im Schnitt 4,3 (3,6 bis 5,4) Erdsonde (senkrechte Bohrung) oder Flächenkollektor (flach im Garten verlegte Rohre)
Wasser-Wasser Grundwasser im Feldtest nicht gesondert ausgewiesen zwei Brunnen, wasserrechtliche Erlaubnis nötig

Jahresarbeitszahlen: Fraunhofer ISE, Feldtest „WP-QS im Bestand“, Presseinformation vom 03.11.2025.

Erdwärmepumpen arbeiten im Schnitt effizienter, weil das Erdreich im Winter wärmer ist als die Außenluft. Dafür kosten Bohrung oder Kollektor zusätzlich. Mehr dazu steht im Ratgeber Erdwärme nutzen. Wie die Technik grundsätzlich arbeitet, erklärt der Beitrag Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Was eine Wärmepumpe mit Einbau kostet

Kosten auf einen Blick

rund 36.400 € im Durchschnitt

für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Einbau, vor Abzug der Förderung. Günstigstes Angebot: 21.099 €, teuerstes: 54.168 €. Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, 160 Angebote aus Rheinland-Pfalz von September 2025 bis April 2026.

Die Geräte im Test kosten laut Liste zwischen knapp 12.000 und gut 20.000 Euro. Einbau, Speicher, Elektroarbeiten und Fundament kommen hinzu. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat 160 Angebote für Ein- und Zweifamilienhäuser ausgewertet. Der Durchschnitt lag bei 36.397 Euro, der mittlere Wert (Median) bei 34.898 Euro. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot lagen mehr als 33.000 Euro.

Von diesen Kosten geht die staatliche Förderung ab. Nach den seit dem 21. Juli 2026 geltenden Bedingungen zahlt die KfW im Programm 458 weiterhin 30 Prozent Grundförderung. Hinzu kommen für Selbstnutzer 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch bestimmter alter Heizungen und je nach Einkommen 10 bis 40 Prozent Einkommensbonus. Zusammen sind höchstens 70 Prozent möglich, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro (mit minderjährigem Kind im Haushalt bis 40.000 Euro) bis zu 80 Prozent. Angerechnet werden bis zu 28.000 Euro Kosten für die erste Wohneinheit.

Für 2027 sind Änderungen angekündigt. Der Klimageschwindigkeitsbonus und der Höchstbetrag sinken ab Februar 2027 schrittweise. Außerdem soll die Herkunft des Geräts zählen: Für Wärmepumpen, die außerhalb der EU gefertigt werden, soll die Grundförderung laut KfW auf 15 Prozent sinken. Alle Einzelheiten und Rechenbeispiele stehen im Ratgeber Förderung Wärmepumpe 2026.

Bei den laufenden Kosten liegt die Wärmepumpe vorn. Der Heizspiegel 2026 von co2online nennt für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern im Abrechnungsjahr 2025 Heizkosten von 1.260 Euro mit Wärmepumpe. Mit Erdgas waren es 2.040 Euro, mit Heizöl 2.145 Euro. Einen ausführlichen Kostenvergleich finden Sie im Beitrag Wärmepumpe oder Gasheizung, alle Kostenbausteine im Überblick Wärmepumpe: Kosten, Förderung und Einbau.

Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Haus?

Die beste Wärmepumpe im Test ist nicht automatisch die beste für Ihr Haus. Mit diesen Fragen grenzen Sie die Auswahl ein:

  • Wie groß ist die Heizlast? Der Preistipp der Stiftung Warentest mit 7 kW ist nach Angaben des Herstellers für Häuser mit weniger als 100 Quadratmetern Wohnfläche empfohlen. Eine leistungsstarke Pumpe aus dem Test beheizt im mäßig gedämmten Altbau mit Heizkörpern bis zu 138 Quadratmeter, eine kleinere 96.
  • Heizkörper oder Fußbodenheizung? Mit Heizkörpern kommt es auf die Effizienz bei 55 Grad Vorlauf an, mit Fußbodenheizung auf die bei 35 Grad. Vergleichen Sie den SCOP für die Temperatur, die zu Ihrem Haus passt.
  • Wo steht das Außengerät? Bei engen Grundstücken kommt es auf ein leises Außengerät und den Aufstellort an. Achten Sie auf den Schallleistungspegel und auf einen Nachtmodus.
  • Wer baut ein und wartet? Wählen Sie eine Marke, die ein Fachbetrieb in Ihrer Nähe regelmäßig einbaut.
  • Gibt es ein Grundstück für Erdwärme? Dann lohnt ein Vergleichsangebot für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Sie wohnen im Altbau und sind unsicher? Alle Wärmepumpen im Test 2025 hielten laut Stiftung Warentest einen Altbau mit Heizkörpern warm. Was Besitzer im Alltag berichten, lesen Sie in den Erfahrungen mit Wärmepumpen. Wie lange die Geräte halten, steht im Beitrag zur Lebensdauer von Wärmepumpen.

Wärmepumpen-Angebote richtig vergleichen

Die große Preisspanne hat mehrere Gründe. Einer davon: Viele Angebote sind unvollständig. In der ersten Auswertung der Verbraucherzentrale enthielt nur rund ein Viertel der Kostenvoranschläge alle wesentlichen Leistungen. Holen Sie deshalb mindestens drei Angebote ein und prüfen Sie jedes auf diese Punkte:

  • Heizlastberechnung für Ihr Haus, Raum für Raum
  • genaue Modellbezeichnung und Leistungsgröße der Wärmepumpe
  • Speicher, Hydraulik und Regelung einzeln aufgeführt
  • Elektroarbeiten, Zählerschrank und Fundament
  • hydraulischer Abgleich (Einstellung, damit alle Heizkörper gleichmäßig warm werden) und Inbetriebnahme
  • Ausbau und Entsorgung der alten Heizung
  • Unterstützung beim Förderantrag
Achtung: Unterschreiben Sie den Vertrag mit dem Fachbetrieb nur mit einer Klausel, nach der er erst mit der Förderzusage gilt. Wie der Antrag abläuft, steht im Ratgeber Förderung Wärmepumpe 2026.
Hausbesitzer neben dem Außengerät ihrer neuen Wärmepumpe
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Häufige Fragen zum Wärmepumpen-Test und Vergleich

Welche Wärmepumpe ist Testsieger 2026?

Im Test der Stiftung Warentest aus Heft 11/2026 liegt nach Angaben des Herstellers die Lambda Eureka EU10L mit der Note 1,8 auf Platz 1. Die Stiftung Warentest nennt den Testsieger nur im kostenpflichtigen Teil. Dahinter folgen nach den öffentlich gewordenen Urteilen die Bosch Compress 8800i AW und die Viessmann Vitocal 250-A mit je 2,0.

Welche Wärmepumpe ist die beste?

Die eine beste Wärmepumpe gibt es nicht. Acht der zehn aktuell bewerteten Geräte sind „gut“. Entscheidend ist, dass Leistung, Lautstärke und Vorlauftemperatur zu Ihrem Haus passen und dass ein Fachbetrieb die Anlage richtig auslegt. Im Feldtest des Fraunhofer ISE lagen die Jahresarbeitszahlen von Luft-Wasser-Wärmepumpen zwischen 2,6 und 4,9.

Was kostet eine gute Wärmepumpe?

Die Geräte im Test der Stiftung Warentest kosten laut Liste zwischen knapp 12.000 und gut 20.000 Euro, ohne Einbau. Mit Einbau lagen 160 von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewertete Angebote im Durchschnitt bei 36.397 Euro, vor Abzug der Förderung.

Warum weichen Testwerte von den Herstellerangaben ab?

Hersteller ermitteln den SCOP nach Norm im Labor. Die Stiftung Warentest prüft nach eigenen Angaben deutlich länger und berücksichtigt auch die Abtauvorgänge. Deshalb können die im Test gemessenen Arbeitszahlen von den Werten auf dem Datenblatt abweichen. Im eigenen Haus hängt die Effizienz zusätzlich von Dämmung, Heizflächen und Einstellung ab.

Eignen sich die getesteten Wärmepumpen für den Altbau?

Ja. Laut Stiftung Warentest halten alle 2025 geprüften Wärmepumpen einen Altbau mit Heizkörpern warm. Im Test mussten die Geräte bei minus 10 Grad Außentemperatur eine Vorlauftemperatur von 55 Grad erreichen. Wie groß die beheizbare Fläche ist, hängt von der Dämmung ab.

Welche Hersteller bauen gute Wärmepumpen?

Ein „gut“ der Stiftung Warentest haben seit 2023 Geräte von Lambda, Viessmann, Bosch, Daikin, Alpha Innotec, Stiebel Eltron, Vaillant, Buderus, Weishaupt, Wolf, LG und Panasonic erhalten. Hinzu kommt voraussichtlich eines der beiden 2026 geprüften Geräte von Brötje und Samsung. Welches, ist nicht frei veröffentlicht. Geprüft wurde jeweils ein Modell in einer Leistungsgröße.

Fazit: Was der Wärmepumpen-Test für Ihre Entscheidung bedeutet

Der Wärmepumpen-Test 2026 zeigt vor allem eines: Gute Geräte gibt es von vielen Herstellern. Acht von zehn Modellen sind „gut“, die Lambda Eureka EU10L liegt laut Hersteller mit 1,8 vorn, und mit der Daikin Altherma 4 H gibt es eine empfohlene Lösung für kleinere Häuser. Mindestens so wichtig wie die Wahl des Geräts sind Planung und Einstellung. Darauf deuten die Messungen des Fraunhofer ISE hin.

Nutzen Sie den Wärmepumpen-Vergleich deshalb für die Vorauswahl. Lassen Sie dann die Heizlast berechnen, holen Sie drei vollständige Angebote ein und entscheiden Sie sich für ein Gerät, das der Fachbetrieb in Ihrer Nähe gut kennt.

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Quellen

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Luca Vruwink, Handwerksexperte

Luca Vruwink

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